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HYTEG: Resilienz-Training mit XR und KI für krisenfeste Teams

| Lernen & Bildung | Virtual & Augmented Reality | Kognitive Sozialsimulation | Pressemitteilung

Das DFKI in Trier kooperiert mit der Abteilung Wirtschaftspsychologie der Universität (Prof. Dr. Thomas Ellwart) im neuen Verbundprojekt HYTEG und entwickelt mit Partnern ein hybrides Lernsetting für Resilienz in Unternehmen mittels Extended Reality (XR) und KI-basierter Prozessanalyse. In Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftemangel und geopolitischen Unsicherheiten trainiert es Teamresilienz praxisnah: XR-Serious Games simulieren reale Störungen wie Lieferkettenabbrüche, KI analysiert Verhalten und Feedback-Loops stärken Antizipation sowie Anpassungsfähigkeit.

© Lando Michael Lehmann
V.l.n.r.: Johanna Paul (Wiss. Mitarbeiterin UTR), Veronika Kurchyna (Researcher und durchführende Projektleitung für HYTEG am DFKI), Julia Birke (Wiss. Mitarbeiterin UTR), Prof. Thomas Ellwart (Projektleiter Uni Trier)

Anfang Februar traf sich das interdisziplinäre Konsortium unter Leitung der TU Chemnitz (Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement) zum offiziellen Kick-off in Chemnitz. Anforderungen aus Wissenschaft und Praxis wurden gebündelt, erste Prototypideen diskutiert – von teaminternen Dynamiken bis KI-gestützten Prognosen. Das DFKI bringt hier seine Expertise in Kognitiver Sozialsimulation ein, um menschliche Entscheidungsprozesse und soziale Interaktionen simulationsbasiert erfassbar zu machen.

Immersives Lernsetting für reale Störungen

HYTEG wird durch das Bundesministerium für Bildung, Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMBF) und die EU über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) im Rahmen des Programms „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ gefördert. Das Projekt läuft von Januar 2026 bis Dezember 2028 und adressiert insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aus Produktion, Dienstleistung, Verwaltung und Beratung. 

Kern des Vorhabens ist ein XR-basiertes Serious Game, das reale Arbeitsprozesse und typische Störungsszenarien – etwa Lieferkettenabbrüche oder Konflikte im Team – simuliert. Teilnehmende spielen diese Situationen in einem sicheren, realitätsnahen Raum durch, während Daten zu Verhalten und Teamprozessen erfasst und in unmittelbare Feedback-Loops überführt werden. So werden zentrale Resilienzfaktoren wie Antizipation, gemeinsames Lernen und Anpassungsfähigkeit sichtbar und gezielt trainierbar.

Das Toolkit umfasst unter anderem:

  • Gefährdungs-Check: Instrument zur systematischen Erhebung von Belastungs- und Vulnerabilitätsfaktoren.
  • Teamresilienz-Monitor: Visualisierung teambezogener Prozesse wie Kommunikation, Koordination und kollektives Problemlösen.
  • KI-basierte Resilienzanalyse: Modellierung und Simulation von Abläufen, Identifikation kritischer Abhängigkeiten sowie „What-if“-Szenarien für strategische Entscheidungen.
Prof. Ingo Timm, Forschungsbereichsleiter Kognitive Sozialsimulation am DFKI und Professor an der Uni Trier

„HYTEG macht Resilienz erlebbar: Teams lernen nicht abstrakt, sondern in einem sicheren, realitätsnahen Raum, unterstützt durch KI-gestützte Analysen. Damit schlagen wir eine Brücke zwischen Sozial-KI und angewandter Psychologie – mit dem Ziel, Trainings zu entwickeln, die direkt im Arbeitsalltag wirksam werden.“

Prof. Ingo Timm, Forschungsbereichsleiter Kognitive Sozialsimulation am DFKI und Professor an der Uni Trier

Brücke zwischen Forschung und Praxis

Das HYTEG-Konsortium vereint arbeitswissenschaftliche, psychologische und technologische Expertise mit starken Praxispartnern.

Contact:

Veronika Kurchyna, M.Sc.

Researcher und Projektleitung HYTEG, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

Press contact:

Jeremy Gob

Wissenschaftlicher Redakteur & Referent, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)