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Publication

Utilitarismus und das Problem kollektiven Handelns

Kevin Baum
In: Vuko Andrić; Bernward Gesang (Hrsg.). Handbuch Utilitarismus. Pages 163-176, Springer-Verlag, 2026.

Abstract

Jeder von uns ist bloß einer unter vielen, und wir alle stehen in wechselseitigen Beziehungen zueinander. Daher sind die Folgen unseres Handelns oft zumindest teilweise durch das Handeln anderer bestimmt. Was eine Person erreichen (oder ‚vermasseln‘) kann, hängt damit gemeinhin auch davon ab, was andere tun. Diese scheinbar triviale Erkenntnis bedroht jedoch grundlegende Überzeugungen des Utilitarismus. Denn ungünstige gegenseitige Abhängigkeiten erlauben Situationen, in denen mehrere Akteure zusammen suboptimale, gar katastrophale Folgen hervorbringen können, während prima facie keiner der Beteiligten durch einseitiges Andershandeln einen Unterschied zum Besseren machen kann. Dann jedoch, so scheint es, handelt jeder richtig im Sinne des Utilitarismus. Da der Utilitarismus aber zumindest auf einen Gleichklang zwischen richtigem Handeln und dem Hervorbringen bestmöglicher Folgen zielt und ihm vielleicht gar theoretisch verpflichtet ist, entsteht das Problem kollektiven Handelns.

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