KI im KMU – Das Regionale Zukunftszentrum für KI und digitale Transformation (RZzKI) Saarland/Rheinland-Pfalz

Welche Potenziale haben KI-Technologien für kleine und mittlere Unternehmen? Lassen sie sich auch in einer manuell geprägten Produktion sinnvoll und gewinnbringend einsetzen? Lohnt sich die Digitalisierung administrativer Prozesse, wenn damit Investitionen in die IT-Infrastruktur verbunden sind? Für Mittelständler stellen sich viele Fragen nach der Skalierbarkeit, den Kosten oder einfach den Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Betrieb. Das Regionale Zukunftszentrum für KI und digitale Transformation (RZzKI) Saarland – Rheinland-Pfalz unterstützt KMU in beiden Bundesländern bei der digitalen Transformation.

Das RZzKI entwickelt einen ganzheitlichen Ansatz zur Umsetzung der digitalen Transformation in kleinen und mittleren Unternehmen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Gestaltung und Handhabung menschzentrierter KI-Systeme. Zu dem regionalen multidisziplinären Konsortium, das mit der Umsetzung betraut ist, gehören: Die Beratungsstelle für sozialverträgliche Technologiegestaltung der Arbeitskammer des Saarlandes (AK/BEST), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Festo Lernzentrum Saar (FLZ), das Institut für Technologie und Arbeit (ITA), die TBS Rheinland-Pfalz (TBS), die Technologie-Initiative SmartFactory KL (SF) und das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA). Projektträger ist die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH, Berlin. Gefördert wird das RZzKI vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Übergeordnetes Ziel des Programms ist es, Unternehmen, schwerpunktmäßig KMU, bei der partizipativen bzw. co-kreativen Einführung digitaler Technologien und KI-basierter Systeme zu unterstützen und diese gemeinsam mit den Beschäftigten menschengerecht zu gestalten. Im Kern besteht die Herausforderung darin, das Wissen um die Wirkungsweise von KI-basierten Systemen konkret für den Anwendungsfall des Betriebes verfügbar zu machen und in der Lage zu sein, Einführungs- und Anwendungsprozesse sozialpartnerschaftlich bzw. beteiligungsorientiert zu gestalten und die erforderlichen Kompetenzen zu vermitteln. Mit der Entwicklung konkreter Beratungs-, Lehr- und Lernkonzepte auf Basis einer vorgeschalteten Analyse regionaler und branchenspezifischer Angebote, Bedarfe sowie „Good-Practice“-Beispielen, insbesondere im Hinblick auf menschzentrierte KI-Systeme, sollen diese Förderziele erreicht werden.

„Das RZzKI Saarland und Rheinland-Pfalz schließt eine wichtige Lücke bei den Bemühungen, die Digitalisierung der KMUs und den Einsatz von KI voranzutreiben, indem es sich auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden fokussiert und somit die Unternehmen stärkt“, so Prof. Dr. Antonio Krüger, DFKI-CEO und Leiter des Forschungsbereichs Kognitive Assistenzsysteme.

Für KMU in diesen beiden Bundesländern bietet das RZzKI eine Lotsenberatung als Einstiegspunkt an, die durch darauf aufbauende innovative Lehr- und Lernmodule zu vielfältigen Aspekten der Digitalisierung für unterschiedliche Zielgruppen wie Management, Fachkräfte, Arbeitnehmervertretung ergänzt werden kann. Außerdem stehen weiterführende und vertiefende Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Themenspektrum reicht von der Einführung und Anwendung von KI im KMU-Umfeld bis hin zur Unterstützung bei der konkreten Erprobung. Auf diese Weise wird die Selbstlern- und die Gestaltungskompetenz der Unternehmen und der Mitarbeitenden im Bereich digitaler Technologien und insbesondere KI gefördert.

DFKI als Content-Partner
Das DFKI ist mit den Forschungsbereichen Kognitive Assistenzsysteme und Smarte Daten & Wissensdienste beteiligt und bringt seine Expertise in den Bereichen Wissenstransfer, Vernetzung und bei der Gestaltung und inhaltlichen Ausarbeitung der Lehrangebote eines KI-Einführungsmoduls für KMU ein. Als langjähriger Forschungspartner in Industrieprojekten kennt das DFKI die Bedarfe und Anforderungen der Unternehmen und kann theoretisches Wissen über Künstliche Intelligenz anwendungsorientiert aufbereiten und vermitteln. Zu den Kernthemen, die sich besonders gut für den Mittelstand nutzbar machen lassen, gehören personalisierte multimodale Mensch-Technik-Interaktion oder die Erschließung werthaltiger Informationen aus großen Datenquellen. Technische Veränderungen wie der Einsatz von KI-basierten Systemen können nur effektiv eingeführt werden, wenn die Beschäftigten einbezogen werden. Im Bereich der partizipativen Digitalisierung hat der DFKI-Forschungsbereich Kognitive Assistenzsysteme mit dem Projekt SmartF-IT bereits ein menschzentriertes Unterstützungssystem für die industrielle Fertigung konzipiert.

Mit dem Forschungsbereich Smart Service Engineering ist das DFKI auch am Zukunftszentrum für menschzentrierte Künstliche Intelligenz (KI) in der Produktionsarbeit (ZuKIPro) beteiligt, das KMU in Hessen bei der partizipativen Einführung und Anwendung von KI unterstützt.

Aktuell sucht das Projekt nach Betrieben, in dem die Konzepte zur Einführung von KI und Digitalisierung erprobt werden können. Hierzu werden sowohl die Einstiegsberatung als auch die ersten fünf Beratertage kostenfrei angeboten. Bei Interesse kann über info@rzzki.de Kontakt aufgenommen werden.

Weitere Informationen:
www.dfki.de/web/forschung/projekte-publikationen/projekte-uebersicht/projekt/RZzKI

https://www.rzzki.de

 

Beitrag teilen auf:

Kontakt und Konsortialleitung RZzKI

Dr. Frederic Raber
E-Mail: Frederic.Raber@dfki.de
Tel.: +49 681 85775 5008


Dr. Anselm Blocher
E-Mail: Anselm.Blocher@dfki.de
Tel.: +49 681 85775 5262

 

Pressekontakt:

Heike Leonhard, M.A.

Unternehmenskommunikation, DFKI Saarbrücken

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence