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Interdisziplinäre Perspektiven auf die Smart City: IPSC 2026 brachte Forschung, Verwaltung und Politik in Kaiserslautern zusammen

Kaiserslautern, 22. Mai 2026. Wie können Städte und Regionen so gestaltet werden, dass sie auf demografische, soziale und digitale Umbrüche nicht nur reagieren, sondern Zukunft aktiv gestalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Konferenz Interdisziplinäre Perspektiven auf die Smart City (IPSC 2026), die am 21. und 22. Mai 2026 zum zweiten Mal in Kaiserslautern stattfand. Die Veranstaltung brachte Wissenschaft, Verwaltungspraxis und Politik zusammen, um über aktuelle Forschung zu kommunaler Digitalisierung, Smart City und gesellschaftlicher Transformation zu diskutieren

© Fraunhofer IESE

Ausrichter der IPSC 2026 waren die RPTU Kaiserslautern-Landau, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kooperation mit dem Wissenschaftsnetzwerk Smart City. Die Konferenz versteht sich grundsätzlich als interdisziplinäre Plattform, auf der planerische, technische und sozialwissenschaftliche Perspektiven zusammengeführt werden, um tragfähige Lösungen für Städte, Landkreise und Regionen zu entwickeln. 

Das Programm griff zentrale Zukunftsfragen kommunaler Entwicklung auf: demografischer Wandel, Künstliche Intelligenz in der Smart City, Governance, Beteiligung und Partizipation, Smart-City-Infrastrukturen, Datenplattformen und Digitale Zwillinge ebenso wie Verstetigung und Transfer von Lösungen in die Praxis. Insgesamt wurden 55 Einreichungen verzeichnet, 52 Beiträge ins Programm aufgenommen; teilgenommen haben rund 120 Personen. Keynotes hielten Julia Simonson vom Deutschen Zentrum für Altersfragen und Jens Kandt vom University College London.

Die Konferenz ist damit auch ein Signal für die Forschungs- und Transferstärke der Region Kaiserslautern. Mit DFKI, RPTU und Fraunhofer IESE arbeiteten hier drei Akteure zusammen, die technologische Exzellenz, interdisziplinäre Forschung und anwendungsnahe Entwicklung verbinden – und damit wichtige Impulse für die Gestaltung lebenswerter, resilienter und zukunftsfähiger Städte und Regionen setzen. 

Im Rahmen der IPSC 2026 f zudem die Abschlusskonferenz des von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Projekts „Ageing Smart – Räume intelligent gestalten“ statt. Ziel des Vorhabens ist war es, Städte und Gemeinden mit datengestützten Lösungen für eine Planung zu unterstützen, die älteren Menschen ein möglichst langes selbstständiges und aktives Leben ermöglicht. Die Projektergebnisse wurden auf der Konferenz vorgestellt und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik diskutiert.

Einordnungen zur Smart City

Martin Memmel, Leiter des SmartCity Living Lab am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: „Gerade in Städten und Regionen erleben wir eine paradoxe Situation: Noch nie standen uns so viele Daten, Werkzeuge und technologische Möglichkeiten zur Verfügung, und gleichzeitig wächst der Bedarf an Orientierung, Priorisierung und gemeinsamem Handeln. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob Digitalisierung und KI leistungsfähiger werden, sondern ob sie unsere individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit stärken. Genau dafür braucht es interdisziplinäre Formate wie die IPSC, in denen Forschung, Verwaltung und Politik unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und tragfähige Lösungen für die Praxis entwickeln.“

Annette Spellerberg, Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie an der RPTU Kaiserslautern-Landau: „Im Rahmen des Forschungsprojekts „Ageing Smart“ haben wir mit sieben Modellkommunen zusammengearbeitet und erlebt, wie aus Daten mithilfe von KI und mathematischen Methoden wertvolle Planungswerkzeugen entstehen. Damit das gelingt, braucht es Daten in ausreichender Menge und Qualität sowie den multiperspektivischen Blick auf die gebündelten Informationen – sprich, Expertise aus den Bereichen Stadtsoziologie, Raumplanung, Geographie, Ökonomie, Mathematik, Visualisierung, Softwareentwicklung und Künstliche Intelligenz (KI). Und genau das ist auch unser Anspruch, den wir mit der IPSC verfolgen: Komplexe Herausforderungen brauchen fächerübergreifende Lösungen.“

„Wie die Resonanz auf die IPSC zeigt, ist die Relevanz des Themas Smart City ungebrochen. Dabei ist ein Wandel erkennbar, der sich in den zurückliegenden Jahren vollzogen hat: Systemlandschaften sind komplexer geworden – die Fragen, mit denen sich Kommunen auseinandersetzen, werden immer spezifischer. Entscheidend sind belastbare Lösungen und Dateninfrastrukturen, die interoperabel, skalierbar und langfristig betreibbar sind. Zudem rückt die nachhaltige Wirkung von Smart-City-Maßnahmen in den Fokus. Diese aktuellen Entwicklungen spiegelten sich auch im Programm der IPSC wider“, ergänzte Matthias Berg, Department Head Smart City Design am Fraunhofer IESE.

Impressionen

Wissenschaftliche Ansprechpartner*innen:

Dr. Martin Memmel

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Smarte Daten & Wissensdienste 

Tel.: +49 631 20575 1210 (Kaiserslautern) 

Mail.: Martin.Memmel@dfki.de

 

Prof. Dr. Annette Spellerberg

RPTU Kaiserslautern-Landau

Stadtsoziologie - Fachbereich Raum- und Umweltplanung

Tel.: +49 (0) 631 205 4854

Mail.: annette.spellerberg(at)ru.rptu.de

 

Dr. Matthias Berg

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Smart City Design

Tel.: +49 631 6800 2274 (Kaiserslautern)

Mail.: matthias.berg@iese.fraunhofer.de

Contact:

Dr. Martin Memmel

Leiter des SmartCity Living Lab, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Prof. Dr. Annette Spellerberg

Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie, RPTU Kaiserslautern-Landau

Dr. Matthias Berg

Department Head Smart City Design, Fraunhofer IESE

Press contact:

Jeremy Gob

Referent für Öffentlichkeitsarbeit, DFKI Kaiserslautern