

Ausrichter der IPSC 2026 waren die RPTU Kaiserslautern-Landau, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kooperation mit dem Wissenschaftsnetzwerk Smart City. Die Konferenz versteht sich grundsätzlich als interdisziplinäre Plattform, auf der planerische, technische und sozialwissenschaftliche Perspektiven zusammengeführt werden, um tragfähige Lösungen für Städte, Landkreise und Regionen zu entwickeln.
Das Programm griff zentrale Zukunftsfragen kommunaler Entwicklung auf: demografischer Wandel, Künstliche Intelligenz in der Smart City, Governance, Beteiligung und Partizipation, Smart-City-Infrastrukturen, Datenplattformen und Digitale Zwillinge ebenso wie Verstetigung und Transfer von Lösungen in die Praxis. Insgesamt wurden 55 Einreichungen verzeichnet, 52 Beiträge ins Programm aufgenommen; teilgenommen haben rund 120 Personen. Keynotes hielten Julia Simonson vom Deutschen Zentrum für Altersfragen und Jens Kandt vom University College London.
Die Konferenz ist damit auch ein Signal für die Forschungs- und Transferstärke der Region Kaiserslautern. Mit DFKI, RPTU und Fraunhofer IESE arbeiteten hier drei Akteure zusammen, die technologische Exzellenz, interdisziplinäre Forschung und anwendungsnahe Entwicklung verbinden – und damit wichtige Impulse für die Gestaltung lebenswerter, resilienter und zukunftsfähiger Städte und Regionen setzen.
Im Rahmen der IPSC 2026 f zudem die Abschlusskonferenz des von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Projekts „Ageing Smart – Räume intelligent gestalten“ statt. Ziel des Vorhabens ist war es, Städte und Gemeinden mit datengestützten Lösungen für eine Planung zu unterstützen, die älteren Menschen ein möglichst langes selbstständiges und aktives Leben ermöglicht. Die Projektergebnisse wurden auf der Konferenz vorgestellt und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik diskutiert.
Martin Memmel, Leiter des SmartCity Living Lab am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz: „Gerade in Städten und Regionen erleben wir eine paradoxe Situation: Noch nie standen uns so viele Daten, Werkzeuge und technologische Möglichkeiten zur Verfügung, und gleichzeitig wächst der Bedarf an Orientierung, Priorisierung und gemeinsamem Handeln. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob Digitalisierung und KI leistungsfähiger werden, sondern ob sie unsere individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit stärken. Genau dafür braucht es interdisziplinäre Formate wie die IPSC, in denen Forschung, Verwaltung und Politik unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und tragfähige Lösungen für die Praxis entwickeln.“
Annette Spellerberg, Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie an der RPTU Kaiserslautern-Landau: „Im Rahmen des Forschungsprojekts „Ageing Smart“ haben wir mit sieben Modellkommunen zusammengearbeitet und erlebt, wie aus Daten mithilfe von KI und mathematischen Methoden wertvolle Planungswerkzeugen entstehen. Damit das gelingt, braucht es Daten in ausreichender Menge und Qualität sowie den multiperspektivischen Blick auf die gebündelten Informationen – sprich, Expertise aus den Bereichen Stadtsoziologie, Raumplanung, Geographie, Ökonomie, Mathematik, Visualisierung, Softwareentwicklung und Künstliche Intelligenz (KI). Und genau das ist auch unser Anspruch, den wir mit der IPSC verfolgen: Komplexe Herausforderungen brauchen fächerübergreifende Lösungen.“
„Wie die Resonanz auf die IPSC zeigt, ist die Relevanz des Themas Smart City ungebrochen. Dabei ist ein Wandel erkennbar, der sich in den zurückliegenden Jahren vollzogen hat: Systemlandschaften sind komplexer geworden – die Fragen, mit denen sich Kommunen auseinandersetzen, werden immer spezifischer. Entscheidend sind belastbare Lösungen und Dateninfrastrukturen, die interoperabel, skalierbar und langfristig betreibbar sind. Zudem rückt die nachhaltige Wirkung von Smart-City-Maßnahmen in den Fokus. Diese aktuellen Entwicklungen spiegelten sich auch im Programm der IPSC wider“, ergänzte Matthias Berg, Department Head Smart City Design am Fraunhofer IESE.
Dr. Martin Memmel
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Tel.: +49 631 20575 1210 (Kaiserslautern)
Mail.: Martin.Memmel@dfki.de
Prof. Dr. Annette Spellerberg
RPTU Kaiserslautern-Landau
Stadtsoziologie - Fachbereich Raum- und Umweltplanung
Tel.: +49 (0) 631 205 4854
Mail.: annette.spellerberg(at)ru.rptu.de
Dr. Matthias Berg
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Tel.: +49 631 6800 2274 (Kaiserslautern)
Leiter des SmartCity Living Lab, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie, RPTU Kaiserslautern-Landau
Department Head Smart City Design, Fraunhofer IESE
Referent für Öffentlichkeitsarbeit, DFKI Kaiserslautern