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Türen auf mit der Maus: Vom Schokoladendieb zur Berufswahl

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Die Demonstratoren des Forschungsbereichs Intelligente Netze sind messeerprobt. Am 3. Oktober hatten sie ein anderes Publikum: Zum Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ öffnete das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern seinen Showroom für 77 Kinder und 89 begleitende Erwachsene. Die Gespräche reichten vom Schokoladendieb bis zum Weg in Studium und Beruf.

Noch mit beiden Ohren: Am Telemanipulator bewacht die 3D-gedruckte Maus die Gummibärchen, die Kinder mit einem Roboterarm angeln, gesteuert über den Griff eines zweiten. Der Aufbau stammt aus dem 6G-Transferhub Open6GHub+.

In einer Metallbox liegen Schokotaler. Greift jemand hinein, leuchtet ein rotes Licht. Wie das funktioniert, musste an diesem Samstag nicht nur das Forschungsteam erklären: Ein etwa zwölfjähriger Junge beschrieb einem der Forschenden die zwei Antennen im Inneren, die den Raum überwachen würden. Das System misst dafür, wie elektromagnetische Wellen im Raum reflektiert werden, und schlägt an, sobald sich dieses Muster verändert. Der Demonstrator stammt aus dem abgeschlossenen Forschungsprojekt ALPAKA, in dem das DFKI mit Partnern an abgesicherter Kommunikation für vernetzte Produktionsanlagen gearbeitet hat.

„Türen auf mit der Maus“ ist ein bundesweiter Aktionstag des WDR. Von 10 bis 15 Uhr war jede Station zum Selbststeuern aufgebaut, einen Vortrag gab es nicht. Unser Learning: Messeerprobt heißt nicht kinderfest. Einer 3D-gedruckten Maus im Greifspiel zogen Kinder die Ohren ab. Für dieses Publikum müssten die Demonstratoren noch ein bisschen robuster werden, heißt es aus dem Forschungsbereich. Ein lehrreicher und spaßiger Vormittag war es dennoch. Manche Gäste hatten am Morgen aus Bingen, Worms und Heidelberg gemailt, ob sich die Fahrt noch lohne. Sie kamen. 

„Was bringt mir 6G?“

An einem der Demonstratoren hing ein Schild mit dem Namen eines 6G-Projekts. Das reichte für Fragen, die man bei einem Kinderprogramm nicht erwartet: was 6G ist, wann es kommt, was es verändert.

Christoph Lipps, Team Lead Cyber Resilience & Security, Forschungsbereich Intelligente Netze

„Das habe ich so nicht erwartet, dass Leute ganz konkret fragen: Was ist der Mehrwert für mich als Bürger? Was bringt mir 6G?“

Christoph Lipps, Team Lead Cyber Resilience & Security, Forschungsbereich Intelligente Netze

Zwei Stationen kamen aus Open6GHub+, dem Transferhub für die nächste Mobilfunkgeneration, den Hans Dieter Schotten, Leiter des Forschungsbereichs, seit Januar 2026 koordiniert: ein Telemanipulator, mit dessen Greifarm Kinder Gummibärchen aus einer Box angelten, und ein ferngesteuertes Auto, das vor dem Griff durch einen Parcours musste.

Gespräche über den Weg danach

Auch die Zentrale Studienberatung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) war vor Ort. Die RPTU ist der Universitätspartner des DFKI in Kaiserslautern und gehört zum Konsortium von Open6GHub+. Man habe den Tag lediglich begleitet, schreibt die Studienberatung. Gesprochen hat sie mit einigen Eltern, darunter Lehrkräfte, und dabei ging es nicht mehr um Gummibärchen. 

„Die Frage, wie Studien- und Berufsorientierung gelingen kann und wie Kinder und Jugendliche bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützt werden können, war dabei ein zentrales Gesprächsthema“, sagt Denise Scharwatz, Leitung Zentrale Studienberatung, RPTU Kaiserslautern-Landau.

Contact:

Christoph Lipps, M.Sc.

Team Lead Cyber Resilience & Security, Forschungsbereich Intelligente Netze, DFKI

Press contact:

Jeremy Gob

Wissenschaftlicher Redakteur & Referent, DFKI