Quelloffene Ansätze im Hardwareentwurf haben in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit erhalten; es gibt viele erfolgversprechende Ansätze, aber noch keine industrieweite Akzeptanz wie im Softwarebereich. Dieses Projekt wird diese Lücke weiter schließen, indem wir ein handhabbares und kommerziell leicht zu integrierendes Hardwaresicherheitsmodul (HSM), das HEP-HSM, mit einer komplett bis zum ASIC quelloffenen Werkzeugkette entwickeln. Dies steht im starken Kontrast zu aktuellen Projekten wie Caliptra, das keinen vollständigen offenen Ansatz anstrebt. Wir wollen damit ein Leuchtturmprojekt mit entsprechender Öffentlichkeitswirksamkeit schaffen, welches über seine direkte Verwendbarkeit hinaus ähnlichen Folgeprojekten den Weg ebnet, und damit zu einem Chipdesign-Ökosystems in Deutschland und Europa beiträgt.
Dazu wird erforscht, wie ein offenes, formal verifiziertes und leicht handhabbares HSM-Grundmodul in das standardisierte HSM-Framework Caliptra integriert werden kann. Da Caliptra zurzeit auf System Verilog beruht, ist die Nutzung und Integration nahezu ausschließlich mit proprietären Werkzeugen möglich. Dies soll im Rahmen dieses Projektes geändert werden. Hierbei wird vom DFKI ein handhabbares Verifikationstool entwickelt werden, um aktuelle Fortschritte im Bereich der formalen Verifikation eines SpinalHDL-basierten RISC-V Kerns für die Open-Source Community leicht zugänglich zu machen. Während der Entwicklung wird eine spätere Zertifizierbarkeit und Wartung des DI-SIGN-HEP-HSMs vorbereitet, um den kommerziellen Einsatz zu erleichtern.
Partner
- Leibniz-Institut fül;r innovative Mikroelektronik (IHP), Frankfurt (Oder)
- Swissbit Germany AG, Berlin
- IAV GmbH, Berlin
- Hyperstone GmbH, Konstanz
- Hochschule RheinMain, Wiesbaden
- Ruhr-Universität Bochum
- TU Berlin