DFKI-Labor Bremen ist „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“

Das DFKI-Labor Bremen konnte sich mit einem Wettbewerbsbeitrag im Feld der 1500 Mitbewerber durchsetzen und ist mit seinen Innovationen einer der „365 Orte im Land der Ideen“, die im Jahr 2008 jeweils an einem Tag ihre Ideen präsentieren können. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, am 09. Mai 2008 die Arbeiten des DFKI-Labors in Bremen kennen zu lernen.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden der DFKI-Geschäftsführung, Prof. Wolfgang Wahlster, hob Renate Jürgens-Pieper, Bremer Senatorin für Bildung und Wissenschaft die Rolle des DFKI für die Innovationsstärke Bremens hervor und betonte dessen Stellenwert: „Die erfolgreiche Forschungsarbeit seit Gründung des Labors im Februar 2006 und die gelungene Integration in die Bremer Forschungslandschaft haben gezeigt, dass das Modell der Public Private Partnership ausbau- und tragfähig ist.“

Das DFKI-Labor war 2006 mit Unterstützung des Landes Bremen und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF, in Bremen gegründet worden. Von Anfang an lagen die Schwerpunkte auf Robotik unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Kirchner und Sichere Kognitive Systeme unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Krieg-Brückner. Seitdem hat sich die Zahl der Beschäftigten in Bremen nahezu verdreifacht: Unterstützt von 45 studentischen Hilfskräften, arbeiten hier aktuell über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Robotik ist eine Schlüsseltechnologie für die Eroberung des Weltalls, aber und das wird in den letzten Jahren immer klarer - Roboter werden für den Abbau von Rohstoffen auf dem Meeresboden eine immer größere Rolle spielen. Diese Blaue KI ermöglicht die umweltschonende Errichtung unterseeischer Produktionsstätten zur Gewinnung maritimer Rohstoffe und zur Erschließung von Erdölfeldern in der Tiefsee.“, so Prof. Kirchner, Standortsprecher des DFKI Bremen „Die hohen Erdölpreise lassen zunehmend auch die Förderung 5000 m unter dem Meeresspiegel attraktiv erscheinen. Arbeiten in solchen Tiefen erfordern autonome Roboter, denn kabelgebundene Systeme lassen sich nicht mehr präzise steuern. Eine Kabelverbindung in der Tiefsee über mehrere Kilometer hinweg bis zur Meeresoberfläche wirkt wie ein Segel, das den Roboter destabilisiert und seine Position unkontrollierbar verändert“, erläutert der Leiter des Forschungsbereichs Robotik.

Ab 11:00 Uhr finden Live-Demonstrationen von Robotik- Anwendungen in den Räumen und auf dem 600 qm großen Roboter-Parcours im Außengelände des DFKI-Labors Bremen statt: Roboter, die fliegen, schwimmen, gehen, klettern, laufen, rollen, fahren (Freitag, 9. Mai, 13.00 - 17.00 Uhr, Robert-Hooke-Straße 5, 28359 Bremen).

Über das DFKI
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie dem Projektbüro in Berlin ist das weltweit größte Forschungszentrum auf diesem Gebiet. Aktuell forschen mehr als 270 Mitarbeiter aus 46 Nationen an innovativen Software-Lösungen. Das Finanzierungsvolumen lag in 2007 bei ca. 23 Millionen Euro. 1988 von namhaften deutschen Unternehmen der Informationstechnik und zwei Forschungseinrichtungen als gemeinnützige GmbH gegründet, hat sich das DFKI inzwischen zum Exzellenzzentrum für intelligente Softwaretechnologien entwickelt. Der Erfolg: 49 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und über 50 Spin-Off Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

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Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence