Skip to main content Skip to main navigation

Zukunftscluster curATime startet in zweite Umsetzungsphase

| Gesundheit & Medizin | Wissen & Business Intelligence | Data Management & Analysis | Image Recognition & Understanding | Lernende Systeme | Mensch Maschine Interaktion | Sensorik & Netzwerke | Kaiserslautern | Pressemitteilung

Wie kann Künstliche Intelligenz dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen früher zu erkennen und individueller zu behandeln? Antworten darauf entwickeln die Partner des Zukunftsclusters curATime gemeinsam – und bündeln dafür medizinische Forschung, datengetriebene Methoden und technologische Innovation. Beim Kick-off am 8. September 2026 am DFKI in Kaiserslautern stellten sie die Schwerpunkte der zweiten Umsetzungsphase vor.

© Jeremy Gob, DFKI
Clustersprecher von curATime und Leiter des Departments for Cardiovascular Therapeutics am TRON, Prof. Dr. Johnny Kim, in seiner Eröffnungsrede: „curATime ist erfolgreich in die zweite Förderphase gestartet. Aus einer gemeinsamen Vision ist ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft, Medizin und Industrie entstanden. Dieser Meilenstein ist für uns Ansporn, unser internationales Innovationsökosystem weiter zu stärken und unsere Ziele gemeinsam konsequent zu verfolgen, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.“

Der Zukunftscluster curATime – Cluster für Atherothrombose und Individualisierte Medizin ist feierlich in die zweite vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Umsetzungsphase gestartet. Die Mission des gemeinsam von der TRON gGmbH, der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelten Zukunftsclusters ist es, innovative Lösungen für die Prävention und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen zu entwickeln, um die Lebensqualität von Millionen Patient:innen nachhaltig zu verbessern. Bei einem Kick-off-Event am DFKI in Kaiserslautern kamen die Projektpartner des Clusters erstmals in der neuen Förderperiode zusammen. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch und die Vernetzung innerhalb des Innovationsökosystems sowie ein gemeinsamer Ausblick auf die kommenden Herausforderungen und Ziele. 

Im Rahmen der Veranstaltung würdigte Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, die Bedeutung von curATime für den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz und die Gesundheitsversorgung der Zukunft: „Der Zukunftscluster curATime zeigt eindrucksvoll, welche Innovationskraft in Rheinland-Pfalz entsteht, wenn exzellente medizinische Forschung, Künstliche Intelligenz und starke Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in konkrete Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten zu übersetzen. Die zweite Umsetzungsphase von curATime ist dafür ein wichtiger Schritt und zugleich ein starkes Signal für Rheinland-Pfalz als leistungsfähigen Wissenschafts-, Gesundheits- und Innovationsstandort. Daher stellt mein Haus dem Cluster auch für die zweite Förderphase eine flankierende finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 1 Million Euro zur Verfügung“, so Minister Clemens Hoch. 

Auch Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftliche Karrierewege der JGU, betont die innovative Leistungsfähigkeit des Clusters: „Die Bewilligung der zweiten Förderphase durch das Bundesforschungsministerium bestätigt die hohe wissenschaftliche Qualität in curATime. Für die JGU ist der Zukunftscluster ein hervorragendes Beispiel für das große translationale Potenzial der engen Verzahnung von biomedizinischer Forschung mit Informatik, Künstlicher Intelligenz und datengetriebenen Methoden. Entscheidend ist, dass daraus neue Ansätze für Prävention, Diagnostik und Therapie entstehen, die in enger Zusammenarbeit mit starken Industriepartnern möglichst schnell ihren Weg in die klinische Anwendung finden.“

Eröffnet wurde die Kick-off-Veranstaltung durch Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI Kaiserslautern: „In der zweiten Förderphase von curATime bauen wir auf den gewonnenen Erkenntnissen auf und nutzen KI-gestützte Forschung, um kardiovaskuläre Erkrankungen besser zu verstehen, Risiken früher zu erkennen und Therapien individueller zu gestalten. Das DFKI bringt in diesem Verbund seine Kompetenzen in der Analyse komplexer medizinischer Daten, in erklärbaren Modellen und in intelligenten Assistenzsystemen ein – immer mit dem Ziel, medizinische Entscheidungen wissenschaftlich fundiert zu unterstützen.“ Im Anschluss hatten zahlreiche Partnerorganisationen die Möglichkeit, sich vorzustellen. Eingebettet waren diese Vorträge in die vier eng miteinander vernetzten Innovationsfelder, in denen curATime seine Aktivitäten bündelt: curAIdent liefert die wissenschaftlichen Targets, z. B. mithilfe von Einzelzelltechnologien, Omics-Verfahren und KI-gestützten Analysemethoden. curATreat übersetzt die Erkenntnisse in RNA-basierte Therapieansätze und bringt sie in die klinische Entwicklung ein. curATech stellt die Plattformen zur Datenintegration, KI-gestützten Analyse, Bildgebung und Automation bereit, mit denen diese Targets datengestützt analysiert und weiterentwickelt werden. curAInnovate sichert die Strukturen für ein leistungsfähiges Innovationsumfeld, eine nachhaltige Verwertung, Transfer sowie Aus- und Weiterbildung. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, neue Ansätze zur Prävention, Diagnostik und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen schneller in die medizinische Anwendung zu überführen. Ein besonderes Highlight bildete die Ausstellung innovativer Demonstratoren und Exponate aus dem Cluster: Von KI-gestützten Bewegungserfassungen über adaptive Exoskelette bis hin zu digitalen Anwendungen für Herzkreislaufpatient:innen war die Bandbreite groß und verdeutlichte anschaulich die Innovationskraft in der Verbindung von digitalen Technologien, Künstlicher Intelligenz und personalisierter Medizin. 

„Atherothrombose-bedingte kardiovaskuläre Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Dementsprechend groß ist der Bedarf an erfolgreichen medizinischen Lösungen. Die Fortführung von curATime in einer zweiten Förder- und Umsetzungsphase bietet die Möglichkeit, die zukunftsweisende Forschungsarbeit der Universitätsmedizin Mainz in diesem Bereich weiter voranzutreiben, um gemeinsam mit den Projektpartnern individuell ausgerichtete diagnostische, präventive und therapeutische Konzepte für die Patient:innen zu entwickeln und in die Krankenversorgung zu bringen“, so Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz. 

In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kollaboration lernen und verstehen, um von der Theorie zur Heilung zu kommen“ blickten Vertreter:innen des Clusters auf die Erfolge der ersten Förderphase zurück und diskutierten die wissenschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre. Dabei wurde deutlich, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und Wirtschaft ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Transfer innovativer Lösungen in die Praxis bleibt. 

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Get-together, bei dem alle Projektbeteiligten die Gelegenheit nutzten, bestehende Kooperationen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und die Vernetzung innerhalb des Innovationsökosystems weiter auszubauen. Clustersprecher von curATime und Leiter des Departments for Cardiovascular Therapeutics am TRON, Prof. Dr. Johnny Kim, fasste den Tag so zusammen: „curATime ist erfolgreich in die zweite Förderphase gestartet. Aus einer gemeinsamen Vision ist ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft, Medizin und Industrie entstanden. Dieser Meilenstein ist für uns Ansporn, unser internationales Innovationsökosystem weiter zu stärken und unsere Ziele gemeinsam konsequent zu verfolgen, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.“ 

Die Zukunftscluster-Initiative (Clusters4Future) ist eine 2019 gestartete Fördermaßnahme des BMFTR zur Stärkung des Wissens- und Technologietransfers. Mit dem regionalen Ansatz der Clusterförderung sollen Zukunftscluster ganz neu entstehen, zudem soll das innovative Potenzial einer Region ausgeschöpft und weiterentwickelt werden. Ziel ist es, technologische sowie soziale Innovationen schneller in den Alltag der Menschen zu bringen. Gleichzeitig sollen die Zukunftscluster dazu beitragen, den Standort Deutschland in Forschung und Entwicklung national und international weiter voranzubringen. curATime erhält für die dreijährige zweite Umsetzungsphase eine Fördersumme von insgesamt 15 Millionen Euro.

Impressionen

Further information:

  • Über die TRON gGmbH

    Die TRON gGmbH (Translationale Onkologie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gGmbH) ist ein international anerkanntes Institut für translationale Forschung mit Sitz in Mainz, das neue Diagnostika und Wirkstoffe zur immuntherapeutischen Behandlung von Krebs, Infektionskrankheiten, kardiovaskulären Erkrankungen und anderen schweren Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf entwickelt. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Genomik und Immunologie zur Entwicklung neuartiger Plattformen für personalisierte Therapiekonzepte und der Identifizierung und Validierung aussagekräftiger Biomarker. Dem Translationskonzept folgend werden innerhalb der TRON gGmbH innovativen Ideen aus der Grundlagenforschung schnell und effizient die Wege in die klinische Anwendung geebnet. In Zusammenarbeit mit akademischen Partnern und der Industrie steht TRON an der Spitze der innovativen Wirkstoffentwicklung.

  • Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend in 11 Departments zusammenarbeiten und jährlich rund 395.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor.