Das Bundesumweltministerium richtet seinen Innovations-Hub neu aus: Der neue Circular AI Hub will den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Kreislaufwirtschaft voranbringen. Mit modernen Instrumenten der Innovations- und Technologieförderung werden KI-Lösungen für die Kreislaufwirtschaft entwickelt, skaliert und nachhaltig in die Praxis gebracht. Zugleich sollen Beteiligte besser vernetzt und vorhandenes Wissen besser zugänglich gemacht werden. Damit gehört der Circular AI Hub zu den zentralen Elementen der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Mit Kreislaufwirtschaft helfen wir nicht nur der Umwelt und vermeiden klimaschädliche Emissionen. Wir sorgen auch dafür, dass die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger wird, sichern langfristig unsere Rohstoffversorgung und erschließen neue Wachstumsfelder. Auf dem Weg dahin kann Künstliche Intelligenz einen wertvollen Beitrag leisten. Deshalb unterstützen wir Unternehmen mit dem Circular AI Hub ihre Ideen noch schneller in die Praxis umzusetzen.“
Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH setzt im Auftrag des Bundesumweltministeriums den Hub fachlich und administrativ um. Technologische Partner sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das VDI Technologiezentrum. Je nach Thema kommen weitere Partner aus Forschung und Wirtschaft hinzu.
Dr. Constanze Haug, Geschäftsführerin der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG): „Als spezialisierte Dienstleisterin der Bundesregierung für die Themen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind wir stolz darauf, den Circular AI Hub nun in Richtung Künstliche Intelligenz in der Circular Economy weiterzuentwickeln. Mit der neuen strategischen Ausrichtung schaffen wir die Voraussetzungen, vielversprechende KI-Lösungen gemeinsam mit Unternehmen zu entwickeln und erfolgreich zu skalieren. So leisten wir einen konkreten Beitrag zur Stärkung einer wettbewerbsfähigen Kreislaufwirtschaft.“
Mit der strategischen Neuausrichtung richtet sich der Circular AI Hub an Industrie, Mittelstand, Start-ups und Scale-ups. Er begleitet Innovationen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses von der Idee über die Erprobung bis zur Skalierung in der Anwendung. Im Fokus stehen Transferprojekte, die Mehrfachnutzung erfolgreicher Lösungen sowie der Aufbau eines starken Innovationsökosystems für KI in der Circular Economy. Zum Einsatz kommen moderne Instrumente der Innovations- und Technologieförderung wie der Ideenwettbewerb AIDEAS.
Prof. Dr. Antonio Krüger, Geschäftsführer des DFKI: „Künstliche Intelligenz kann die Circular Economy entscheidend voranbringen, wenn sie komplexe Zusammenhänge analysiert und daraus belastbare Entscheidungsgrundlagen schafft. Im Circular AI Hub entwickeln wir gemeinsam mit unseren Partnern die dafür notwendigen KI-Methoden und überführen sie in konkrete Anwendungen für Industrie und Mittelstand. So entstehen innovative und ressourcenschonende Lösungen mit unmittelbarem Nutzen für die Praxis.“
Ideenwettbewerb AIDEAS #1 zum Start
Als erste Maßnahme ruft der Circular AI Hub den Ideenwettbewerb „AIDEAS #1 – Ideen für zirkuläre Geschäftsmodelle“ aus. Gesucht werden Ideen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, die das Potenzial von Künstlicher Intelligenz für Geschäftsmodelle der Circular Economy erschließen.
Bis zum 16. Oktober 2026 können Ideengeber*innen ihre Konzepte einreichen. Eine interdisziplinäre Jury aus Wirtschaft, KI-Entwicklung und Politik sichtet und bewertet die Bewerbungen und wählt bis zu zehn Teams aus, die zur Teilnahme an der Durchführungsphase zugelassen werden. Zur weiteren Ausarbeitung ihres Geschäftsmodells erhalten die ausgewählten Teams in der Durchführungsphase eine zweckgebundene Förderung. Die Gewinner-AIDEAS werden der Öffentlichkeit beim Circular AI Hub-Forum am 10. November 2026 präsentiert.
Vom Green AI Hub Mittelstand zum Circular AI Hub
Der Circular AI Hub geht aus dem Green AI Hub Mittelstand hervor, der in den vergangenen vier Jahren erfolgreich innovative KI-Lösungen gemeinsam mit Unternehmen aus dem Mittelstand entwickelt und in kurzen Entwicklungszyklen eingeführt hat. In mehr als 20 Projekten entstanden praxisnahe Anwendungen mit hohem Technology Readiness Level (TRL) zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Sie stehen als Open-Source-Lösungen weiterhin anderen Unternehmen zur Verfügung.
Weitere Informationen:
Circular AI Hub & AIDEAS #1 – Ideen für zirkuläre Geschäftsmodelle

