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Europas Chance auf eine Führungsrolle im Bereich KI

In seiner Opening-Keynote auf der 10. Rise of AI Conference in Berlin erläuterte Prof. Antonio Krüger, CEO und wissenschaftlicher Direktor des DFKI, warum Europa vor einer einmaligen Chance steht, KI-Souveränität zu erlangen. Er bezeichnete Talente, Infrastruktur und Industriedaten als wichtige Faktoren für diesen europäischen „KI-Durchbruch“.

© Thomas Beutel

Europa würde für internationale KI-Talente immer attraktiver werden. Gleichzeitig würde die KI-Infrastruktur derzeit durch nationale Initiativen, privatwirtschaftliche Projekte und die Gigafactory-Ambitionen der EU weiter ausgebaut werden.

Prof. Krüger hob zudem Europas starke Position im Bereich industrieller B2B-Daten hervor, die auf mehr als 15 Jahre Digitalisierung in führenden Branchen zurückzuführen ist. Er wies darauf hin, dass diese Grundlage für die nächste Generation physischer KI-Modelle von entscheidender Bedeutung sein werde.

Er betonte jedoch, dass entschlossenes Handeln erforderlich sei, um den günstigen Kurs beizubehalten. Europa müsse die KI-Infrastruktur über alle Ebenen des Technologie-Stacks hinweg weiter ausbauen, eine Kultur der Offenheit gegenüber internationalen Talenten bewahren sowie Forschungstransfer und Kommerzialisierung intensivieren, insbesondere in strategischen Schwerpunktbereichen wie Trusted AI, Twinned AI und Small Language Models.

Laut Prof. Krüger sollten Deutschland und Frankreich eine führende Rolle bei der Gestaltung europäischer KI-Entwicklung einnehmen. Darüber hinaus forderte er eine engere internationale Zusammenarbeit mit Kanada, um die Entwicklung zuverlässiger KI voranzutreiben.