EVAREST auf der Anuga 2021: Wie Künstliche Intelligenz die Lebensmittelproduktion smart macht

Durchblick bei den Daten in der Lebensmittelproduktion: Durch smarte Daten können Hersteller ihre Lebensmittel besser, günstiger, klimafreundlicher und in der richtigen Menge produzieren. Auf der diesjährigen Anuga, der Weltleitmesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Köln, zeigt das Team des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekts „EVAREST“ wie man zusätzlich mit diesen wertvollen Daten Einnahmen erzielen kann. Die Forscherinnen und Forscher machen Daten zu einem sicheren, eigenständigen Handelsgut, ohne dass Know-how oder Geschäftsgeheimnisse verraten werden.

Bei der Produktion von Lebensmitteln fallen unzählige Daten an, die bislang ungenutzt bleiben und dadurch eine Art totes Kapital darstellen. Das EVAREST-Konsortialteam bringt auf seiner Datenplattform diese Daten in Zusammenhang: Sie werden verknüpft, analysiert und ausgewertet und dienen so als Grundlage konkreter Handlungsempfehlungen für anstehende Entscheidungen. Weiterhin können Unternehmen beispielsweise die Effizienz ihrer Produktion in Form eines Benchmarkings mit ähnlichen Unternehmen vergleichen, ohne dass sie ihre Identität preisgeben müssen. 

Für sich allein betrachtet wenig aussagekräftige Zahlenkolonnen werden dabei im großen Zusammenhang höchst aufschlussreich. Hierbei geht es nicht darum, zurecht gehütete Betriebsgeheimnisse oder Know-how preiszugeben. Es geht vielmehr um anonymisierte Daten wie Sensordaten, Statistiken oder Mengenangaben, die beim Betrieb nebenher anfallen. Elektronische Verträge sowie der Versand von Services zur lokalen Analyse ermöglichen dabei eine sichere Handhabung der Daten. Teilnehmende Unternehmen können jederzeit entscheiden, wie ihre Daten genutzt werden. 

Auf der Anuga zeigt ein Demonstrator, wie beiläufig anfallende Daten in der Lebensmittelproduktion herstellerübergreifend genutzt werden können. Ein exemplarisches Datenökosystem veranschaulicht, welche Daten-, Service- und Geldströme zwischen den Akteuren in der Lebensmittelproduktion fließen. Basierend auf Daten aus der Drucklufterzeugung wird ein Benchmarking erzeugt, welches die Energieeffizienz in der Drucklufterzeugung transparent macht. Die Daten hierzu werden aus der Überwachung von Kompressoren in der Lebensmittelproduktion erhoben. Im Anwendungsbeispiel sammeln Unternehmen A und B Daten über ihre Kompressoren. Über den EVAREST-Datenmarktplatz können sie einen Service erwerben, der ihre Daten lokal analysiert. Im Ergebnis erhalten die Unternehmen Informationen über die Energieeffizienz ihres Druckluftsystems. In einem nächsten Schritt wird dann ein Benchmarking mit weiteren Unternehmen aus derselben Branche durchgeführt. 

Das EVAREST-Team freut sich auf Ihren Besuch am DFKI-Stand in Halle BOCF, Stand B011A auf der Anuga Messe vom 09. – 13.10.2021 in Köln. Neugierige können vorab bereits die Landingpage besuchen, um mehr über das Projekt zu erfahren: https://www.evarest.de/anuga 

Das Forschungskonsortium des Projektes „Evarest“
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Evarest-Projekt über das Technologieprogramm „Smarte Datenwirtschaft“ mit 2,3 Millionen Euro. Im Rahmen des Projekts arbeiten das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI und die Universität des Saarlandes zusammen mit der Software AG, dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen, der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft AMI sowie dem Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli AG und den assoziierten Partnern Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE).
 

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Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence