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Gemeinsam für angewandte KI: DFKI und Inria im German Park auf der Vivatech 2026

| Mensch Maschine Interaktion | Sprache & Textverstehen | Kognitive Assistenzsysteme | Saarbrücken | Berlin | Pressemitteilung

Auf der internationalen Hightech- und Start-up-Messe Vivatech in Paris (17.–20. Juni 2026) präsentieren das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das französische Informatikinstitut Inria im German Park (Halle 7.3, Stand 3E14) ihre enge Forschungskooperation.

© DFKI, Juan Diego Mejia

Seit 2020 arbeiten DFKI und Inria in einer bilateralen Partnerschaft zusammen. Im Zentrum stehen gemeinsame Forschungsprojekte, die von gemischten Teams beider Organisationen umgesetzt werden. Zwei aktuelle Projekte adressieren exemplarisch gesellschaftliche Herausforderungen in Deutschland und Frankreich und leisten einen konkreten Beitrag zu mehr sozialer Teilhabe. Die Projekte „RoGSiLT“ und „NEARBY“ werden im German Park am gemeinsamen Präsentationsstand vorgestellt.

Robuste KI für Gebärdensprachübersetzung

In RoGSiLT (Robust and Generalizable Sign Language Translation) entstehen KI-basierte Lösungen für die Deutsche und Französische Gebärdensprache (DGS und LSF). Innovative KI-Methoden sollen die Übersetzungen zwischen gesprochener Sprache und Gebärdensprache deutlich verbessern. Ziel ist es, sowohl die Übersetzung von Text in Gebärdensprache als auch die Umwandlung von Gebärdensprache aus Videos in geschriebene Sprache zu verbessern. Durch moderne Verfahren wie multimodale neuronale Netze, selbstüberwachtes Lernen und große Sprachmodelle sollen bestehende Hürden – etwa begrenzte Datenverfügbarkeit, mangelnde Generalisierbarkeit und unnatürliche Übersetzungen – überwunden werden. Ein wichtiger Baustein ist der Aufbau neuer Datenressourcen, darunter umfangreiche parallele Korpora aus Gebärdensprach-Videos und damit verknüpften Texten.

Projektpräsentation: Mittwoch, 17.06., ganztägig, Halle 7.3, Stand 3E14

Robuste Brain-Computer Interfaces im Alltag

Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCIs) eröffnen neue Wege der Mensch-Maschine-Interaktion, indem sie Gehirnsignale direkt zur Steuerung technischer Systeme nutzen. NEARBY (Noise and variability-free BCI systems for out-of-the-lab use) entwickelt innovative BCI-Systeme mit geringen Störungen und Schwankungen, die auch außerhalb des Labors zuverlässig funktionieren. Ziel ist es, robuste und praxistaugliche Lösungen zu schaffen, die den Weg für den Einsatz von Gehirn-Computer-Schnittstellen im Alltag ebnen – für mehr Selbstbestimmung, Effizienz und intuitive Interaktion. Zum Abschluss der Projektlaufzeit präsentiert das deutsch-französische Team den aktuellen Stand der Forschung.

Projektpräsentation: Donnerstag und Freitag, 18. – 19.06., ganztägig, Halle 7.3, Stand 3E14

Pressekontakt:

Heike Leonhard, M.A.

Communications & Media, DFKI Saarbrücken

Andreas Schepers, M.A.

Unternehmenssprecher, DFKI