

Im Projekt „Local_Vocal“ entwickelt das DFKI am Standort Kaiserslautern gemeinsam mit seinen Partnern KI-basierte lokale Nachrichten- und Informationsdienste, die gezielt auf die Bedürfnisse jüngerer Zielgruppen ausgerichtet sind. Ziel ist es, Inhalte stärker an den tatsächlichen Interessen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten, passgenau auszuspielen und den Lokaljournalismus nachhaltig digital weiterzuentwickeln. Das Vorhaben ist auf rund drei Jahre angelegt und läuft zunächst bis 2028.
Die Forschungsarbeiten am DFKI konzentrieren sich auf Methoden zur automatischen Aufbereitung lokaler Inhalte in unterschiedlichen Formaten – von Text über Audio und Video bis hin zu Angeboten in Leichter Sprache. Ergänzend werden Personalisierungsansätze entwickelt, die eine interessen- und standortbezogene Ausspielung ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der intelligenten Verknüpfung öffentlich verfügbarer Datenquellen (Open Data) mit redaktionellen Inhalten sowie auf der Entwicklung datenschutzkonformer KI-Architekturen für den Einsatz im journalistischen Kontext.

„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist eine starke, relevante und lokal verankerte Berichterstattung unverzichtbar. Unsere Forschung zielt darauf ab, Künstliche Intelligenz so einzusetzen, dass sie journalistische Qualität stärkt, lokale Lebenswelten besser abbildet und neue Formen der Partizipation ermöglicht.“
Gebündelt werden die Aktivitäten des DFKI in einem gemeinsamen Transferlab mit den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, den digitalen Transformationsprozess regionaler Medienhäuser gezielt zu beschleunigen.
Das Transferlab-Konzept, das sich am DFKI bereits in zahlreichen Projekten bewährt hat, integriert Mitarbeitende der Partnerorganisationen direkt in die Forschungsteams. In diesem gemeinsamen Innovationsraum entstehen konkrete Anwendungen und Produkte, die eng am wissenschaftlichen Fortschritt entwickelt werden.
Die im Projekt entwickelten Lösungen werden zunächst in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erprobt. Perspektivisch ist eine Übertragung auf weitere Regionen geplant.
Die Förderung durch beide Bundesländer unterstreicht die Relevanz des Vorhabens: Regionale Medienhäuser sollen technologisch gestärkt werden, ohne ihre redaktionelle Unabhängigkeit zu verlieren. KI wird dabei nicht als Ersatz, sondern als unterstützendes Werkzeug verstanden, das Journalistinnen und Journalisten entlastet und Freiräume für Recherche, Einordnung und Nähe zu den Menschen schafft.
Langfristig wollen die Projektpartner zeigen, wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, Vertrauen in Medien zu stärken, lokale Identität sichtbar zu machen und tragfähige digitale Geschäftsmodelle im Journalismus zu entwickeln.
Geschäftsführender Direktor, DFKI Kaiserslautern
Weitere Informationen:
Pressemitteilung der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Pressemitteilung des Landes NRW (dpa)