Technologieorientierte Forschung und Innovationen, die auf die nächste Generation „Industrieller Künstlicher Intelligenz (KI)“ abzielen, können einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit leisten. Mittels neuer Techniken der generativen KI eröffnet sich die Möglichkeit, die zur Digitalisierung genutzten datenbasierten Modelle durch maschinelles Lernen „zum Leben zu erwecken“ und dazu zu befähigen, eigenständig Aktionen in angemessener Weise ausführen zu können, um den Menschen zu entlasten und zu unterstützen. Die Teilhabe von Unternehmen, insbesondere KMU, an dynamischen und resilienten Wertschöpfungsnetzen ist essenziell für die europäische Wirtschaft und den exportgeprägten Standort Deutschland. Dies erfordert eine schnelle Adaption von Geschäftsprozessen aller Art einschließlich Logistik- und Produktionsprozessen an unterschiedlichste und ggf. neue Wertschöpfungspartner sowie einen größtmöglichen Automatisierungsgrad bei der Durchführung. Hierbei müssen aber stets geltende Unternehmensrichtlinien sowie rechtliche Vorgaben beachtet werden. Diese sorgen etwa für einen fairen Wettbewerb bei guten Arbeitsbedingungen und befördern eine Transformation hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Insbesondere die Kombination aus der Notwendigkeit zur schnellen Adaption an dynamische wirtschaftliche Umstände, regulatorische Erfordernisse, unzureichende Digitalisierung und Fachkräftemangel in diesen Bereichen stellt eine gravierende strategische Herausforderung sowohl aus Unternehmenssicht als auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht dar.
Das Projekt LxM entwickelt prototypisch und vorwettbewerblich eine Multiagentenplattform bestehend aus spezialisierten Agenten zur (teil-) autonomen Planung und Durchführung von Geschäftsprozessen unter besonderer Berücksichtigung von Konformität gegenüber rechtlichen und geschäftlichen Regularien, wobei der Mensch in seiner Rolle als Entscheider geeignet eingebunden wird. Hierzu werden Große Sprachmodelle mit neuro-symbolischen KI-Verfahren und Werkzeugen kombiniert und eine integrierte Informationsarchitektur bestehend aus Verwaltungsschalen, Wissensgraphen und LLMs geschaffen. Die entwickelte Software wird in Anwendungsfällen evaluiert und soweit möglich quelloffen veröffentlicht.
Die Projektpartner sind:
- Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
- Scheer IMC
- XPECT
Förderkennzeichen: 16IS26030A

