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DFKI mit starker Präsenz auf der SIGMOD 2026 – Prof. Carsten Binnig als Program Chair

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Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) war auf der International Conference on Management of Data (ACM SIGMOD 2026), einer der weltweit führenden Konferenzen im Bereich Datenmanagement, prominent vertreten. Prof. Dr. Carsten Binnig, Leiter des DFKI-Forschungsbereichs „Systemische KI für Entscheidungsunterstützung“ (SAIDE) und Professor für Informatik an der Technischen Universität Darmstadt, fungierte als Program Co-Chair der Konferenz.

Carsten Binnig ist Program Chair der SIGMOD'26© SIGMOD 2026
Carsten Binnig ist Program Chair der SIGMOD'26

Die SIGMOD, die vom 31. Mai bis 5. Juni 2026 in Bengaluru (Indien) stattfand, zählt zu den wichtigsten internationalen Foren für Forschung zu Datenbanksystemen, Datenanalyse und KI-gestütztem Datenmanagement.

Führungsrolle in der internationalen Datenmanagement-Community

In seiner Rolle als Program Chair verantwortete Prof. Binnig gemeinsam mit seiner Kollegin Prof. Dr. Sudeepa Roy (Duke University, USA) das wissenschaftliche Programm der Konferenz – von der Auswahl der Beiträge bis zur Gestaltung der Forschungsagenda. Die SIGMOD 2026 verzeichnete über tausend Einreichungen und spiegelte damit die hohe Dynamik des Fachgebiets wider.

„Die SIGMOD ist eines der wichtigsten internationalen Foren für datengetriebene Innovationen. Sie bringt führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Industrie zusammen, um die Zukunft datenintensiver Systeme zu gestalten“, sagte Prof. Binnig.

Breites Themenspektrum von KI bis Systems Engineering

Forschende des DFKI stellten auf den Workshops im Rahmen der Konferenz diverse Beiträge vor. 
Der Workshop „Data Management on New Hardware“ (DaMoN) beschäftigte sich mit Datenmanagement auf moderner Hardware, einem Gebiet, in dem die deutsche Forschungscommunity seit Jahren besonders stark vertreten ist. Forschende aus Darmstadt konnten insgesamt vier Veröffentlichungen dort platzieren und sowohl den Award für das beste Longpaper als auch für das beste Shortpaper erringen.

Beim Workshop „Exploiting Artificial Intelligence Techniques for Data Management“ (aiDM) stellte Dr. Pratyush Agnihotri, stellvertretender Forschungsbereichsleiter des DFKI-Forschungsbereichs SAIDE, neue Ansätze zur energieeffizienten Bewertung großer Sprachmodelle vor. Dr. Benjamin Hättasch, Forschungsbereichsmanager und stellvertretender Forschungsbereichsleiter, präsentierte ein System für selbstorganisierende Datenbanken. Solche Systeme sollen künftig Daten selbstständig semantisch sinnvoll ablegen und damit deutlich besser für Aufgaben skalieren, die bislang mit hohem Aufwand von Menschen erledigt werden mussten.

Im Bereich Datenformate und Performance (Formats@SIGMOD) zeigten Forschende aus Darmstadt neue Erkenntnisse zu versteckten Kosten moderner Datenformate und präsentierten Analysen zu geeigneten Formaten für die immer bedeutender werdenden GPUs. Auch zu den Themen Testing und Datenverarbeitung sowie zur Abfrage von Datenbanken mit natürlicher Sprache wurden Beiträge präsentiert.

Keynote zur Zukunft von Datenbanksystemen

Ein besonderes Highlight war die Keynote von Prof. Dr. Carsten Binnig im Rahmen von DEEM@SIGMOD mit dem Titel:
„Do we still need Databases in an AI World?“. Die Präsentation beleuchtete die zukünftige Rolle klassischer Datenbanksysteme im Zeitalter leistungsfähiger KI-Modelle.

DFKI-Forschung zu KI und Datenmanagement

Die SIGMOD 2026 zeigte deutlich, wie eng Datenmanagement und Künstliche Intelligenz inzwischen verzahnt sind. Themen wie Machine Learning für Datenbanksysteme, die effiziente Verarbeitung großer Datenmengen und neue Architekturen für AI-native Systeme standen im Fokus des Programms.

Das DFKI ist über seine Forschungsaktivitäten im Bereich Daten- und KI-Systeme eng mit der SIGMOD-Community verbunden. Am Standort Darmstadt liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Entwicklung systemischer KI, lernender Systeme und datengetriebener Entscheidungsunterstützung.

„Unsere Arbeiten zeigen, wie stark sich Datenmanagement derzeit durch KI, neue Hardware und verteilte Systeme verändert – und wie wichtig integrierte Lösungen sind“, so Prof. Carsten Binnig.

Auf der kommenden internationalen Konferenz „Very Large Databases“ (VLDB), die vom 31. August bis 4. September 2026 in Boston (USA) stattfindet, wird das DFKI seine internationale Sichtbarkeit in diesem Forschungsfeld weiter ausbauen. 

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Gruppenfoto auf der SIGMOD'26© DFKI
Gruppenfoto auf der SIGMOD'26