Die Erstellung von Operationsberichten stellt für Ärztinnen und Ärzte in der Augenchirurgie eine erhebliche zusätzliche Belastung dar. Im eng getakteten Klinikalltag werden Berichte häufig erst mehrere Stunden oder sogar Tage nach der Operation verfasst. Dadurch steigt das Risiko von Ungenauigkeiten und Fehlern durch Erinnerungslücken.
Das Ziel von MoReEye ist es, Klinikpersonal durch die hochgradig automatisierte Erstellung von Operationsberichten zu entlasten und fehlerhaften Berichten vorzubeugen. Grundlage dafür ist die automatische Analyse routinemäßig aufgenommener Operationsvideos. Aus diesen Videos werden relevante Informationen extrahiert und anschließend mithilfe einer Textgenerierungskomponente in einen zusammenhängenden Berichtsentwurf überführt. Operateurinnen und Operateure behalten dabei jederzeit die Kontrolle. Sie können den automatisch erstellten Text prüfen, bei Bedarf korrigieren und freigeben. Zusätzlich unterstützt das System bei der Erkennung von Fehlern, Inkonsistenzen und Auslassungen.
Neben der Reduktion des Arbeitsaufwands kann MoReEye dazu beitragen, Operationsberichte schneller verfügbar zu machen und die Qualität der Dokumentation zu erhöhen. Darüber hinaus kann ein solches System die Integration internationaler Kolleginnen und Kollegen in klinische Routineabläufe erleichtern.

