Skip to main content Skip to main navigation

DFKI koordiniert europäisches Forschungsprojekt für konsistente virtuelle und reale Welten

| Gesundheit & Medizin | Industrie 4.0 | Lernende Systeme | Robotik | Sprache & Textverstehen | Virtual & Augmented Reality | Erweiterte Realität | Kaiserslautern | Pressemitteilung

„Virtual-Physical Consistency for Extended Reality (VICTOR-XR)“ ist der Name eines von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe geförderten Forschungsprojekts, das die technologische Grundlage für die nächste Generation virtueller Welten schaffen soll. Das Konsortium wird vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) geleitet. Die wissenschaftliche und organisatorische Koordination des Projekts liegt bei Prof. Didier Stricker, Leiter des DFKI-Forschungsbereichs Erweiterte Realität. Im Mittelpunkt des Projekts steht das Konzept der Virtual-Physical Consistency (VPC). Es gewährleistet, dass virtuelle Welten, digitale Zwillinge und reale Umgebungen dauerhaft synchron bleiben. Dadurch entstehen vertrauenswürdige XR-Anwendungen, die reale Prozesse präzise abbilden und in Echtzeit darauf reagieren können.

Das Projekt läuft bis zum 31. Mai 2029 und vereint 16 Partner aus sieben europäischen Ländern, darunter führende Forschungsinstitutionen, Industrieunternehmen, Gesundheitseinrichtungen sowie innovative Deep-Tech-Unternehmen. Gemeinsam entwickeln sie einen europäischen Referenzrahmen für VPC und schaffen damit die Voraussetzungen für sichere, interoperable und hoch immersive Anwendungen in Bereichen wie industrieller Fertigung, kollaborativer Robotik und Rehabilitation.

Brücke zwischen physischer und virtueller Welt

Virtuelle Welten und Extended-Reality-Technologien (XR) gewinnen zunehmend an Bedeutung für industrielle Anwendungen, Ausbildung, Gesundheitswesen und kollaboratives Arbeiten. Damit digitale Umgebungen künftig zuverlässig mit realen Prozessen interagieren können, entwickelt VICTOR-XR eine technologische Grundlage für die kontinuierliche Synchronisierung zwischen realer und virtueller Welt.

„Mit VICTOR-XR schaffen wir die Grundlagen für virtuelle Welten, die die physische Realität nicht nur abbilden, sondern kontinuierlich mit ihr verbunden bleiben. Damit eröffnen wir neue Möglichkeiten für sichere, effiziente und vertrauenswürdige XR-Anwendungen in Industrie und Gesundheitswesen“, sagt Prof. Didier Stricker, Projektkoordinator von VICTOR-XR und Leiter des Forschungsbereichs Erweiterte Realität am DFKI.

Innovative Architektur für immersive XR-Anwendungen

Die VICTOR-XR-Plattform verbindet digitale Zwillinge mit Echtzeitdaten aus der physischen Welt, ermöglicht multimodale Interaktionen über Sprache, Blickerfassung, Haptik und Biosignale und stellt intelligente Assistenzfunktionen für Nutzerinnen und Nutzer bereit. Zudem entwickelt das Projekt interoperable XR-Infrastrukturen, neue Lern- und Trainingsansätze sowie Methoden, um Datenschutz, Sicherheit und Inklusion von Beginn an mitzudenken.

Demonstratoren in Industrie und Gesundheitswesen

Die entwickelten Technologien werden in drei anspruchsvollen Anwendungsfeldern erprobt:

  • Automobilproduktion
  • Kollaborative Robotik in der industriellen Fertigung
  • Rehabilitation und Gesundheitsversorgung

Dabei sollen Verbesserungen bei der Synchronisation zwischen realen und virtuellen Umgebungen nachgewiesen werden. Erwartet werden messbare Fortschritte bei Immersionsqualität, Arbeitssicherheit, Produktivität, Ergonomie sowie klinischen Ergebnissen im Gesundheitsbereich.

Stärkung des europäischen XR-Ökosystems

VICTOR-XR setzt konsequent auf offene Standards und aktive Beiträge zur europäischen und internationalen Standardisierung. Dadurch sollen Zuverlässigkeit, Robustheit und Interoperabilität zukünftiger Virtual-World- und XR-Lösungen sichergestellt werden. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines wettbewerbsfähigen europäischen Ökosystems für virtuelle Welten und immersive Technologien.

VICTOR-XR wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union unter der Grant Agreement Number 101298864 gefördert. 

Hintergrund: Mehr Immersion durch Virtual-Physical Consistency

  • Closed Ground-Update-Loop zur kontinuierlichen Synchronisierung von Digital Twins mit Echtzeit-Sensordaten aus der physischen Welt.
  • Multimodale Interaktionssysteme, die Haptik, Sprache, Bildverarbeitung, Blickerfassung und Biosignale kombinieren, um die Immersion deutlich zu steigern.
  • Szenenbewusste kognitive Co-Piloten, die Umgebungsdaten analysieren und daraus nachvollziehbare sowie sichere Assistenzfunktionen ableiten.
  • Standardkonforme Middleware, die Interoperabilität und Austauschbarkeit zwischen XR-Systemen gewährleistet.
  • XR-native Lern- und Bewertungsverfahren, die operative Daten in messbare Kompetenzen und Qualifikationen überführen.
  • Ein konsequenter Ethics-by-Design-Ansatz, der Datenschutz, IT-Sicherheit, Inklusion und Nutzerwohlbefinden von Beginn an berücksichtigt.

Partner:

DFKI (Koordinator), Aalto University, Brembo, De Montfort University, ETH Zürich, EIT Manufacturing South, GraphicsVision.ai, MADE – Competence Center Industry 4.0, Masmec S.p.A., Neurofai GmbH, Neuranics Limited, Politecnico di Milano, Scuola Superiore Sant’Anna, Universitat Jaume I, Universitat Politècnica de València (UPV), Vall d’Hebron Institute of Research (VHIR).

Weitere Informationen:

Website: victorxr.eu
LinkedIn: linkedin.com/company/135256989/
YouTube: @VICTOR-XR-project

Kontakt:

Pressekontakt:

Communications & Media Kaiserslautern